Sonntag, November 23, 2008

syntax ist krieg.

vor lauter syntax und ethik komm ich gar nicht mit den dingen weiter, die mir sehr am herzen liegen. ich weiß nicht, was sich dozentin und assistent dabei gedacht haben, ein analyseblatt aufzugeben - benotet natürlich - bei dem selbst engagierte studenten über 10 stunden zeit aufwenden müssen. ich ziehe meinen hut vor lea, sie hat da mindestens 5 stunden mehr reingesteckt als ich & trotzdem die geduld behalten, als wir mit zwei niedlichen chinesinen und einer etwas anstrengenden brasilianerin nochmal 4 stunden in der uni verbracht haben, wegen syntax. an einem samstag. meine wochenendaktivitäten sind in letzter zeit viel zu unilastig. der katholiken-samstag über gerechtigkeit, solidarität und barmherzigkeit letzte woche war mir schon zuviel. 5 stunden mit lauter gutmenschen und einem dozent der einerseits von anwesenheitspficht redet, aber andererseits selbst 45 minuten zu spät kommt - mit einer blondine im schlepptau, beide grinsen doof... ich wär auch gerne im bett liegen geblieben.

wenn ich dieses semester hinter mir habe, belohn ich mich erstmal ordentlich selbst. egal ob ich diesen hiwijob jetzt kriege oder nicht. prag, paris, edinburgh wir kommen!
vorher sind nur kleine belohnungen drin, aber wenn die darin bestehen, den ganzen restlichen samstag im bett liegen zu bleiben & serien oder dokus zu schauen, dann ist das ein guter anfang. wir erfreuen uns in wöchentlichen abständen an the big bang theory & pushing daisies.

wenn meine neuen boots endlich mal angekommen sind, dann freu auch ich mich endlich mal über den winter. bisher werd ich nur nostalgisch wegen dem wintergeruch, ich fühle mich oft an winter 2oo4 und winter 2oo5 zurückerinnert. trotz viel verwirrung & schon damals entstehenden konflikten & nerviger pendelei war es eine schöne zeit. normalerweise bin ich im winter eigentlich immer geknickt & deprimiert, aber diesen und letzten winter ist das auf eine angenehme weise anders. trotzdem sehne ich mich an ein paar kleinigkeiten zurück. noch eine ganze tolle spannende zeit in der uni vor sich zu haben statt sie sich nur schnellstmöglich zuende zu wünschen. einzelne, jetzt viel zu weit entfernte menschen, mit denen ich zu gerne popcorn essend vorm brechtbau sitzen und allem hinterher lästern würde, was vorbei geht & nicht unserem ästhetischen geschmack entspricht. an die zeit, als tübingen mich noch nicht angekotzt hat & ich noch viel zeit sehnsüchtelnd in zügen verbracht habe. es wird zeit wieder nach stuttgart & freiburg zu reisen, nostalgie hat auch was schönes.

ich bin außerdem am überlegen, wo ich eigentlich silvester sein will. egal ob eine nichte da nun schon auf die welt gekommen ist oder noch nicht, ich werde bestimmt nicht in der schweiz in einer holzhütte rumsitzen, soviel steht fest. irgendwie hätt ich lust auf norden, nordosten. berlin würde mich sehr reizen, aber ich weiß nicht wie angebracht das wäre. monsieur, was meinen sie?

für zukünftige nostalgie drei bilder, die die angenehmen seiten des wochenendes ein bisschen betonen.





einen schönen start in die woche,
~ mademoiselle

1 Kommentar:

monsieur le M hat gesagt…

mademoiselle,
was berlin angeht, so muss ich bezüglich silvester einräumen, dass unsere räumlichkeiten zwar schon seit mitte märz vermietet sind, wir aber trotzdem noch schlafmöglichkeiten zur verfügung haben. bei interesse bitte rechtzeitig anmelden, am besten: sofort. weil ich mich dann zeitlich danach richten muss/werde.(wg. ankunft & so). tell me, tell me!

zur nostalgie: ich schrieb vor ein paar tagen eine buchbestellung unseres verlags an die buchhandlung gastl: das hat fast ein trauma bei mir ausgelöst. gibt wohl tatsächlich ein paar sachen, die ich von tübingen vermisse. menschen natürlich mit inbegriffen.