Dienstag, Februar 24, 2009

sterne, überall!

ja, die oscar verleihungen sind wieder einmal vorbei, und dieses mal echauffier ich mich auch ein wenig über die verteilung von dummen trophäen. natürlich hat matthias recht und dieser verleihung wird oft zuviel aufmerksamkeit zuteil für filme, die ohnehin genug aufmerksamkeit bekommen haben. dann doch lieber ein kleineres setting mit mehr filmen (auch außerhalb von hollywood produziert) und mehr kleinen juwelen, die nicht ohne weiteres genug aufmerksamkeit bekommen würden.
trotzdem bin ich von den oscars enttäuscht. die einzige richtige entscheidung (natürlich üüüberhaupt nicht beeinflußt von der viel und überall geäußerten forderung...) war die beste männliche nebenrolle mit heath ledger als joker (♥). slumdog millionaire von mir aus auch noch als bester film, denn dieses stück film ist wirkich sehenswert, die kameraführung toll, der soundtrack intelligent (m.i.a. mehrfach dabei, auch gecovert) & der plot gut aufgebaut von der erzählstruktur her. aber warum bitte hat the curious case of benjamin button den preis für bestes makeup bekommen? der stand verdammt noch mal hellboy 2 zu! (nein, auch nicht the dark knight, so schwer war das makeup vom joker jetzt auch nicht.) noch viel schlimmer: nichts gegen den film milk, aber richard jenkins hätte meiner meinung nach die trophäe für die beste männliche hauptrolle in the visitor verdient. schaut euch diesen film an! eine stille, politisch nicht sehr ausfallende kritik am umgang mit (besonders muslimischen) migranten nach 9/11. sehr still, wie gesagt, aber wahnsinnig sehenswert.

was gibt es sonst neues in sachen film?
nunja, ich sollte eine umfrage starten, wieviel filme menschen im durchschnitt so bewusst schauen. denn meine zahl steht glaube ich nach wie vor weit über dem durchschnitt - und ich weiß noch immer nicht so recht ob das nun gut oder schlecht ist.
außerdem wurde ich mehrfach gebeten, meiner wertung eine art sternchensystem zu geben. mal echt jetzt: soll ich? meine liste müsste ich eh mal überarbeiten, für viele ist das wohl zu unübersichtlich bzw nicht präsent genug als übersicht, empfehlungen außerhalb davon hin oder her. ich werde mir da in nächster zeit vllt mal ein paar änderungen durch den kopf gehen lassen und die dann umsetzen.

ansonsten hatte ich in letzter zeit filmisch gesehen noch über ein paar schöne sachen gestolpert, die ich natürlich niemandem vorenthalten will.

wie gesagt: schaut euch ruhig slumdog millionaire (☆☆☆☆) und the visitor (☆☆☆☆☆) an, das sind sehr gut gemachte filme, die ihre aufmerksamkeit völlig zu recht verdienen. mal lauter, mal leiser, aber insgesamt sehr schön.

wenn ich jetzt hier irgendjemandem sage juno (☆☆☆☆☆) sei ein sehenswerter, schöner film, dann erzähle ich natürlich niemandem was neues. das habt ihr alle schon gehört oder ignoriert. aber ellen page ist spielt ihre rolle wirklich sympathisch und trotzdem ungewöhnlich. ähnliches macht sie auch in einem anderen film, der mir da über den weg gestolpert ist: smart people. sarah jessica parker spielt auch mit und ist dieses mal auch nicht zu blond oder zu schuh- bzw schwanzfixiert, sie spielt auch eine intelligente, doch sympathische rolle neben ellen page. letztere schauspielerin werde ich jetzt besser im auge behalten.
smart people dreht sich um eine durch den verlust der ehefrau und mutter immer noch kaputte familie mit vielen charakterköpfen, in die parker als ärztin und ehemalige studentin des männlichen protagonisten hineinstolpert und anfangs genauso wenig willkommen ist, wie der loser-bruder und onkel. ich will nicht sagen, dass das eine romantic comedy mit happy end in dem sinne ist - das ist eine eine unkitschige tragiekomödie mit nettem ausgang, witzig und gut genug gespielt um auch so mal angeschaut zu werden. (☆☆☆☆)

ein bisschen mehr coming-of-age ist da rocket science mit dem bisher nicht allzu bekannten reece thompson. auch keine komödie in dem sinne und man braucht - obwohl dieser film nichts ins lächerliche ziehen will - starke nerven in sachen fremdscham, denn man möchte den protagonisten oft genug nehmen und schütteln und zur vernunft bringen will, ihm zubrüllen, dass er laufen soll so schnell er kann und am besten nie wieder den mund aufmacht, bei sowas - aber letztenendes leidet man mit ihm, auch am ende. kein happy end in dem sinne, aber erkenntnisse. schöner film, sehr sehenswert (☆☆☆☆☆)

the curious case of benjamin button möge sehen wer mag, das sind bei mir höchstens ☆☆☆.

wir erweitern unseren filmischen horizont heute abend abend weiter, euch viel spass beim schauen.
~mademoiselle

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