Montag, November 08, 2010

das schlemmen & das grün sein.

geburtstags-pfirsich maracuja torte meiner mutter. "nur" vegetarisch, aber sehr lecker. meine bauchschmerzen hielten sich im rahmen. der vorteil am selbst gastgeber und damit verantwortlicher für kuchen sein ist, man kann selbst entscheiden was in den kuchen mit reinkommt. ich habe mir also für gestern etwas sehr viel einfacheres gesucht, was ohnehin einmal probiert werden musste. (siehe nächster post)

ich habe ja meine lieben schwierigkeiten in meinem umfeld auf verständnis für "experimente" zu stoßen. vegetarisch, damit war schon nicht jeder einverstanden (nicht, dass leute da was zu melden hätten). vegan versteht da erst recht keiner. ich stieß immer wieder auf ein "oh, du bist auch vegetarier? das ist schön!", aber wenn ich mich mal aus versehen zu laut über etwas veganes freute, dann kamen immer entsetze nachfragen: "bist du etwa veganer?!".
und im augenblick ist es nicht gelogen, wenn ich sage "nein, nur ein experimentierfreudiger vegetarier."
und wenn ich ganz ehrlich bin, dann fühle ich mich auch nicht sonderlich happy mit dieser seltsamen zwischenform. ich wäre gerne konsequenter. ich versuche & experimentiere da noch viel & bin bei vielen produkten immer wieder erstaunt, warum da überhaupt eier oder milch drin sind. wenn ich auf eigene kosten irgendwo außerhalb essen gehe, ist das easy. meine "macken", meine engere auswahl, mein "problem". wenn ich bei leuten wie meinen eltern zum essen bin, ist das allerdings schwieriger. niemand hat ein allzugroßes problem, eine vegetarische alternative anzubieten. (auch wenn meine eltern von zeit zu zeit vergessen, dass da ja was war & man mir den fisch nicht auf den teller packen kann. aber das kommt nicht mehr so oft vor, dass das vergessen wird.) wenn man aber vorher mal sagt "ach, äh, btw. vegan & so?", dann sind immer alle entsetzt & wissen nicht, was tun. als würde ihnen alles gute, aber auch wirklich alles gute auf dieser verdammten welt weggenommen werden, als option. ich glaube, vegan kochen und snacken ist gar nicht schwer. beim backen tu ich selbst mich da mit der auswahl schon schwerer. aber mich überrascht immer wieder, wie selbstverständlich das für viele ist. dass man gefälligst so "normal" zu sein hat & dieses bereits etablierte nahrungsmittelsystem hinzunehmen hat. egal was die hersteller da überraschenderweise in lebensmittel reinschütten.
ich nehme an, ich würde leute wie meine eltern hoffnungslos überfordern, wenn ich von ihnen verlangen würde, gefälligst auch eine vegane alternative zur hand zu haben.
dabei ist "nein danke" sagen gar nicht schwer. also als veganer gast.

wie machen das denn andere vegetarier/ veganer? sagt ihr vorher bescheid? versorgt ihr euch vorher selbst? bringt ihr "unhöflicherweise" eure eigens vorbereitete vegane alternative mit?
je nach anlass ist das sicherlich auch keine option. ich bin mal neugierig, wie macht ihr das so?

cheers,
-m.

Kommentare:

Diandra hat gesagt…

Du weißt ja, ich bin Allesfutterer, aber wenn ich mir Gäste einlade, frage ich meistens vorher einmal nach, ob es irgendwelche essenstechnischen Einschränkungen gibt. Nicht nur wegen ethischer, sondern auch wegen gesundheitlicher Probleme. Vegan lebende Gäste hatte ich bislang noch nicht, aber wenn ich das vorher wüsste, würde ich auch das mal probieren. (Bei einer größeren Gruppe würde das dann wieder schwieriger, aber man kann ja "Do it yourself"-Essen anbieten, bei dem sich jeder aus den Einzelteilen eine Portion zusammenstellt.)

anika hat gesagt…

für meine mama ist das mittlerweile selbstverständlich, die kocht vegan für mich und achtet erstaunlich akribisch auf alle inhaltsstoffe - manchmal gründlicher als ich. da habe ich wirklich glück, muss ich sagen.

zu gast war ich zuletzt bei einer guten freundin, die auch extra alles für mich da hatte und dem buffet einige vegane alternativen hinzufügte..

selbst meine ehemalige arbeitskollegin hatte bei ihrem abschied vegane muffins für mich mitgebracht, zusätzlich zum kuchen und den süßigkeiten.. da habe ich ja fast geweint vor glück.

also man sieht schon.. mein umfeld ist da recht liberal.

für mich ist das größte problem das im-stress-auswärts-essen. wenn man nicht die zeit hatte, selber was vorzubereiten und dann da vor'm dönermann steht und sagen muss 'nein, wirklich kein tzaziki. danke.'. das fällt mir wirklich, wirklich schwer, ehrlich gesagt. meine mitmenschen sind da einfacher - wenn auch immer wieder verwundert und schockiert.

Anonym hat gesagt…

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