Montag, August 29, 2011

kabuki im wohnzimmer? japp.

{kumadori makeup try-outs mit j}


weil kabuki theater so eine schöne abgedrehte sache ist & manches eben eine gute vorbereitung braucht. im moment bin ich damit zufrieden (:

oh, stuttgart! ♥


sushi. rupert leser ausstellung im haus der geschichte. zwischenstop im merlin. nachtspaziergang. zwischenstop in der bar. halt im arigato. mehr durch die nacht spazieren. ach stuttgart, ich liebe dich.

Dienstag, August 23, 2011

blackjack & hookers.


mit jedem tag lauter dem gähnend leeren postfach herzlich entgegenlachen. großartige projekte starten (8/8 zusagen bisher). mit überdimensional großen karten black jack spielen. dinosaurier essen. elf seiten term paper in fünf stunden runterrocken. foto shoots arrangieren. langvermisste freunde wiedersehen. feierabendwein mit der wg auf dem balkon bei sonnenuntergang genießen. mit erleichterung feststellen, dass es sich manchmal so anfühlt, als wäre nie etwas gewesen & wissen, dass alles schon irgendwie wird.

Sonntag, August 21, 2011

bright ideas, booze & bye-byes

meine güte, ich kann gar nicht in worte fassen, wie aufgeregt ich wegen dieses projektes bin! morgen vormittag geht's los, ich kann es kaum erwarten! bis dahin bilder von einem unerwartet anders verlaufenem date gestern, & meine lieben, aufpassen, ein paar dieser gesichter sehen wir wieder! (:

Freitag, August 19, 2011

monde, menschen & manien.


und während ich so meinen linken oberarm mit muchas der mond (1902) verplane (jedes mal wenn ich bei lea im zimmer sitze, kann ich nicht anders als dieses famose meisterwerk anstarren), stolpern unerwartete mails & anrufe bei mir in die tagesplanung. bleibt noch zeit für das zuendelesen eines faszinierenden zeit artikels mit persönlichem wiedererkennungswert für mich, zeit für das weiterverbreiten von meinem absolutem lieblingshighlight an internet-memes, dem linguistic llama. und,ok, zeit um ein, zwei mails schreiben um meinen terminplaner mit zehntausend verschiedenen farben zu füllen. meine wochenplanungen machen mich jetzt schon wahnsinnig. hoffen wir bis dahin aber erstmal das beste für morgen abend.

ein schönes wochenende euch allen!

Mittwoch, August 17, 2011

farben (4)

{mal was frisches für andere zaubern.}

{die besten marillenknödel der welt gezaubert bekommen.}

{äpfel von birnen unterscheiden lernen. metaphorisch gesprochen, versteht sich.}

farben (3)

{katzensitten trotz atemwegproblemen. atmen wird überschätzt.}

{unerwartete kleine alltagsabenteuer.}

{nerdig-schöne momente mit lieben menschen.}

farben (2)


{wieder reparieren, was repariert werden muss.}

{mut zeigen oder dummheiten begehen par excellence.}

{kuba befreien. weil's geht.}

farben (1)

ging in letzter zeit eigentlich irgendwas außer schreiben, lesen, party machen, kopf frei kriegen, auskatern & weiterarbeiten? ja, auch.
thematisch oder farblich sortiert:vergangenes aus den letzten wochen & tagen.

{größenwahn, stufe 1}

{wundervolle ausflüge mit wundervollen menschen. sich auf neue städte & menschen einlassen. & ganz begeistert sein.}

{weniger größenwahnsinnige schönheiten.}

Montag, August 15, 2011

scherben bringen glück.

Blocksatzauf der fahrt zum polterabend versucht man mir einen kerl aufzuschwatzen. und zwar einzig & allein unter dem anhaltspunkt, dass er auch vegetarier sei. das ist ein mensch, keine zur miete freistehende wohnung in kategorien, verdammt. ich sage das nicht so, ich denke das so. man merkt mir meinen unmut deswegen aber an. später versucht man mir ungefragt in sachen verkupplungsversuchen bei der sitzordnung kategorisch eher entgegen zu kommen & setzt mich neben einen (natürlich!) gitarrespielenden sozialpädagogen, aus tschechien stammend, aber mit einer affinität für englische grammatik & die britischen inseln, und der sich nicht nur mit seinen tätowierungen politisch interessiert zeigt und auch äußert, die beatles liebt, erzählt aus welchen gründen er versucht vegetarisch zu leben & auch nicht gerade überhörbar seine standards & wünsche an einen partner oder eine partnerin von sich gibt; so ne ganz direkte werbung für die eigene availability. natürlich kommt in einem gespräch mit meinen anderen tischnachbarn irgendwann der lehrer in mir raus, als ich eine frage zu unbestimmten artikeln in anderen sprachen beantworte. f reißt entsetzt die augen auf & lacht lauthals. pass auf, du, sag das bloß nicht zu laut. sonst verliebt der sich sofort in dich. och nee, denk ich & rutsche vorsichtshalber schon mal ein paar zentimeter weiter nach links. aber zu spät. fs satz bewirkte das, was mehrere leute an dem abend schon versucht hatten. na super.
ich bin gefühlte 40000 km von meinem bett & dem raum entfernt, den ich zuhause nenne weg (faktisch nur 92,4 km) & frage mich, wie zum teufel ich hier nur wieder rauskomme. ich bin freundlich, nett, aber mit sympathie vorsichtig, zurückhaltend. & betrinke mich dezent, weil das anders gar nicht funktioniert die zeit bis zur abfahrt meiner mitfahrgelegenheit totzuschlagen. dass ich den kater erst am übernächsten tag überwinden würde, hätte ja niemand ahnen können.

what's wrong with wes anderson?

{ursprünglich hier hochgeladen}

gar nichts. aber sowas von nichts. ich habe eben endlich the royal tenenbaums gesehen & bin genauso verliebt wie bei rushmore, bei the darjeeling limited & auch bei fantastic mr. fox; mit wes anderson stimmt nicht nichts. mit wes anderson ist alles in ordnung & ich hoffe das wird immer so bleiben, herr donelly.

Sonntag, August 14, 2011

du glaubst wohl, nur weil du grüne haare hast, kannst du dir alles erlauben‽ - aber hallo!


du kannst dein leben doch nicht in epik leben.

und ob ich kann! free verse, ohne rhythmus, ohne takt, wie ich will, pass nur auf! & wenn ich lustig bin, dann kann ich hier auch nen riesen akt ohne andere dramatis personæ vom stapel lassen, nur dass du's weißt. für drama brauch ich keine anderen leute.

monologe? wie bist du denn drauf?

na, wenn dialoge nichts bringen. du fragst nicht nach, schon lang nicht mehr. zehntausend fragenswerte momente, zehntausend dinge, die du für deinen vorschlag für dieses textformat mit uns wolltest, willst & wollen wirst. & trotzdem - kein ton von dir.

(betretenes schweigen)

siehst du: keinen pieps. weißte was? lass gut sein, ich räum die bühne für dich. wenn du mich nicht lesen kannst, dann gib nicht mir die schuld für trauriges textversickern & gekränktes grau in deinem leben. viel spass mit deinem stillen monolog, ich geh malen.

Mittwoch, August 10, 2011

lass dir schmecken.

sag mal, nachher wollten wir doch gebratenes gemüse mit nudeln ess-
ey, wirf nich wieder meine pläne um!
mach ich doch gar nicht. ich wollt nur fra-
ich will verdammt nochmal gebratene nudeln!
kriegste doch.
gut.
und das willst du mit austernsauce machen?
natürlich. wie denn sonst?
darum frag ich ja.
hä?
austernsauce kann ich nicht essen.
oh.
ja. und wir dachten, dass wir vllt das rezept ein bisschen ändern.
boah ey, nee!
magst du keine kokosmilch?
nein, mann!
gut, kein problem. dann machen wir einfach zwei pfannen.

der übliche wahnsinn mit dir essen zu wollen. oder deine verschiedenen neigungen (eher: abneigungen) mit einzukalkulieren & zu berücksichtigen. denn ich bin ja kein unmensch. später beim essen beschwerst du dich, dass deine portion so anders aussehe und außerdem viel zu klein ist. ich erkläre, das könnte an den lauchzwiebelstreifen liegen, und weil wir eine andere sauce haben, die die nudeln natürlich anders aufsaugen. oh, sagst du, ja. und dann fallen dir auf einmal die roten zwiebeln auf. äh, sind da etwa zwiebeln mit dabei? oh moment, das sind sie normalerweise immer. nur nicht rot. schmecken die anders? ich erkläre dir, dass das geschmacklich keinen unterschied machen werde. mmhm, sagst du. du isst die ersten bissen & verziehst dein gesicht, sagst es schmeckt anders als sonst. was du meinst, frage ich, schließlich sei es die selbe sauce und die selben nudeln. das schmeckt nach kunststoff! nach dem kunststoff vom löffel! ich muss innerlich lachen, denn das ist blödsinn: das essen schmeckt nie nach diesen kochlöffeln. das sind bestimmt die roten zwiebeln, sonst nehmen wir immer weiße. du resignierst nach einer weile, und schaufelst unzufrieden deine, wie du wieder anmerkst, viel zu kleine portion in dich hinein & bestehst darauf, dass es anders schmeckt. und überhaupt, was ist an deiner portion anders? wir haben koriander, kurkurma & kokosmilch mit drin, antworte ich. ohne zu fragen streckst du deine gabel nach meinem teller, wirfst dir einen happen von meiner portion in den mund, kaust, schmatzt & verziehst das gesicht wieder. meins schmeckt trotzdem besser, knurrst du. gut, sage ich, immerhin etwas. wenn du jetzt aufhörst, mir mein essen schon wieder schlecht zu reden, während ich es noch esse, dann wär ich sehr dankbar. du machst das doch auch ständig, patzt du zurück & guckst mich verstimmt an. ich verdrehe die augen & esse weiter, in ruhe, denn ich habe beschlossen, mich nicht ständig über deine wunderlichkeiten aufzuregen. dein teller ist leer & du starrst rüber auf meinen teller. so, jetzt ist mein teller leer. was ess ich jetzt? ich antworte, ich wisse es nicht. ich bin satt, obwohl ich erst die hälfte gegessen habe & frage, ob du denn noch etwas von meiner portion möchtest. nein, sagst du, das schmeckt nicht so gut. okay, sage ich & schiebe meinen teller seufzend von mir, denn ich würde platzen, äße ich noch einen happen. ich kann jedenfalls nicht mehr, ächze ich. ich ess das dann später. du wippst unzufrieden mit deinem stuhl vom esstisch weg & starrst eine weile löcher in die luft. ohne ein wort zu sagen ziehst du nach kurzem kippeln und starren meinen teller zu dir heran & isst meine übrig gebliebene portion einfach auf. schmeckt furchtbar, sagst du, als du noch kauend vom tisch aufstehst & den leeren teller mit mir zurücklässt.

ich kann nur den kopf schütteln und denke, wenn man bei tieren ein stressvolles leben oder panik, stress & angst beim schlachten schmecken kann, könnte man bei menschenfleisch, so rein hypotetisch versteht sich, verbittertheit schmecken? wenn ja, dann würdest du nach zorn, unmut & unzufriedenstellbarkeit schmecken, du furchtbarer mensch du.

Montag, August 08, 2011

47,25 kubikmeter.

[ via ]

soviel platz habe ich derzeit in meinem wohnheimzimmer. das ist größer & höher als ein standard wohnheimzimmer von 12m² und 2,5m deckenhöhe.
seit 6 jahren schaffe ich es auf knappe 50m³ meinen haushalt unterzubringen, auch wenn mein haushalt dabei stetig gewachsen zu sein scheint. alle paar monate krieg ich seit geraumer zeit aber einen rappel (siehe hier oder auch hier) & beschließe, dass es auch mit weniger platz & mit weniger zeug gehen sollte, weil ich all das gar nicht immer brauche. oder will. sondern einfach nur noch von umzug zu umzug mit mir herumschleppe.
im april nächstes jahr muss ich nach meinem letzten examen hier raus, im september spätestens. und diesmal hätte ich gerne weniger kisten, die ich aus dem vierten stock in einen wagen quetschen muss.
abgesehen davon sieht es in meiner näheren zukunft nach noch mehr umzügen aus. nach umzügen weiter weg. nach umzügen, bei denen man nicht einfach zwei, drei mal mit nem großen lieferwagen fährt & gut is, weil is ja nich so weit, ne?
Ich bin neidisch. auf leute, die es schaffen von anfang an minimalistisch zu sein. und nicht wie ich erst mühsam alles streichen, was ihnen auf einmal oder im laufe derzeit zu viel wird.
jetzt also in videos zu sehen, wie leute einfach mal absolut krass aussortieren & trotzdem prima leben können, auf ganz wenig platz (nämlich einmal auf bloß 78 square foot & ein anderes mal auf 90 square foot), macht mich seufzen. & bringt mich in stimmung gehörig weiter auszusortieren. ich habe keine angst vor der leere, aber ich habe angst davor, von zeug erschlagen zu werden.
eben habe ich mental 120 bücher aus meinem regal geschmissen. an freunde abtreten, auf dem flohmarkt verticken oder an bibliotheken verschenken. und selbst dann bleiben mir noch so viele bücher übrig.
aber immerhin habe ich schon einen konkreten plan für all das tolle bunte papier, das ich nie benütze. oh yeah. bilder bald.

Freitag, August 05, 2011

und dann stolpert einem vergangenheit aus dem briefkasten entgegen.

es war ein nettes wiedersehen an dem deutlich wurde wieviel respekt & sympathie man auch nach all den jahren funkstille noch gegenseitig für sich hat. man tauscht kurz die allerwichtigsten informationen aus & als er mitbekommt, dass ich auf lehramt studiere, strahlt er vor stolz, freut sich offenherzig & ehrlich. ehrlich war er immer, freudestrahlend sah man ihn aber selten, mit lob warf er nie leichtfertig um sich. neugierig fragt er nach den fächern. er hätte sich geehrt & stolz fühlen dürfen beim nennen von anglistik als erstem hauptfach - war es aber nicht. er strahlt noch weiter als ich germanistik sage. "dass SIE deutsch studieren würden, war mir klar!" ich bin verwirrt & frage nach. er schmunzelt nur, erklärt sich nicht. kurz drauf verabschiedet man sich & verabredet sich in naher zukunft für einen kaffee.
meine verwirrung hielt noch ein paar tage an, heute aber entnahm ich dem briefkasten einen großen umschlag mit kopien von zeitungsartikeln, die ich bis heute nicht einmal kannte & meine verwirrung wich einem lauten "oh."
ja, stimmt. da war ja mal was.



große fragezeichen

ändern von interpunktion, weil man mit einem nicht-beantworten auf eine ausführlich beantwortete frage auch nicht so recht einverstanden ist.

ich weiß doch auch nicht, wie man mit enjambements im leben umgehen soll.

Donnerstag, August 04, 2011

darum.

dinge mal nicht sagen. zu spät sagen. falsch sagen. & resignieren. warum?

weil man auch seinen stolz hat.
weil man sich in manchen menschen auch irren kann.
weil man von der intelligenz des gegenübers ausgegangen ist, aber nicht mit ignoranz, naivität oder desinteresse derselben person gerechnet hat.
weil man manches nicht gerne schnell oder unversucht aufgeben wollte.
weil gut ding weile haben will.
weil es manchmal besser ist nichts zu sagen als das falsche oder zu lügen.
weil man manches erst in ruhe verdauen muss.
weil man geglaubt hat, das schon irgendwie hinzukriegen.
weil man zu spät auf die freunde gehört hat, die einem von dem ganzen schlamasel von vorne herein abgeraten haben.
weil sich zu viel leute sorgen ums wohlergehen machen.
weil man all die ablenkungsversuche nicht mehr aushält; die partys, die anderen menschen, die kippen, den alkohol.
weil frust & enttäuschung auch mal raus müssen.
weil man es eben doch nicht in den griff kriegt & all das down sein nicht mehr aushält.
weil man manches erst viel zu spät realisiert.
weil man manche informationen später erst mitgeteilt bekommt & sich ganz furchtbar veralbert fühlt.
weil es irgendwann auch mal gut ist.
weil sich manches nur schwer begreifen oder von angesicht zu angesicht sagen lässt.
weil all die kleinen enttäuschungen sich auch erstmal sammeln, bis man dann doch platzt.
weil man auch nur ein mensch ist.

genug gute gründe ?

mein leben fühlt sich an wie ein shirt aus der rumpfkluft-kollektion von katz&goldt.

und so geht das einfach nicht.

natürlich nehme ich abstand zu dingen, die mir wehtun, die mir permant weh tun & auch nach all der zeit nicht wirklich besser werden. ich habe es satt mich schlecht & down zu fühlen. ich habe es satt mich wie ausschuß, wie zweite wahl zu fühlen für jemanden, der sich nur meldet, weil er/sie/es etwas von mir braucht. ich sollte um meiner selbst willen geliebt, gemocht & gewollt werden. und für nichts sonst. ich bin kein einwegtrostpflaster. ich bin kein dauersozialeventmanager für traurige nachmittage. ich bin kein andiehandnehmer für alle schwierigen phasen im leben. für niemanden. schluss mit diesem muttertheresagehabe, das mich zwischenmenschlich so oft vom regen in die traufe hat kommen lassen, dass man sich fragen kann, ob es so große ozeane überhaupt gibt.

wenn andere egoistisch sein dürfen, warum sollte ich das nicht dürfen?