Montag, August 15, 2011

scherben bringen glück.

Blocksatzauf der fahrt zum polterabend versucht man mir einen kerl aufzuschwatzen. und zwar einzig & allein unter dem anhaltspunkt, dass er auch vegetarier sei. das ist ein mensch, keine zur miete freistehende wohnung in kategorien, verdammt. ich sage das nicht so, ich denke das so. man merkt mir meinen unmut deswegen aber an. später versucht man mir ungefragt in sachen verkupplungsversuchen bei der sitzordnung kategorisch eher entgegen zu kommen & setzt mich neben einen (natürlich!) gitarrespielenden sozialpädagogen, aus tschechien stammend, aber mit einer affinität für englische grammatik & die britischen inseln, und der sich nicht nur mit seinen tätowierungen politisch interessiert zeigt und auch äußert, die beatles liebt, erzählt aus welchen gründen er versucht vegetarisch zu leben & auch nicht gerade überhörbar seine standards & wünsche an einen partner oder eine partnerin von sich gibt; so ne ganz direkte werbung für die eigene availability. natürlich kommt in einem gespräch mit meinen anderen tischnachbarn irgendwann der lehrer in mir raus, als ich eine frage zu unbestimmten artikeln in anderen sprachen beantworte. f reißt entsetzt die augen auf & lacht lauthals. pass auf, du, sag das bloß nicht zu laut. sonst verliebt der sich sofort in dich. och nee, denk ich & rutsche vorsichtshalber schon mal ein paar zentimeter weiter nach links. aber zu spät. fs satz bewirkte das, was mehrere leute an dem abend schon versucht hatten. na super.
ich bin gefühlte 40000 km von meinem bett & dem raum entfernt, den ich zuhause nenne weg (faktisch nur 92,4 km) & frage mich, wie zum teufel ich hier nur wieder rauskomme. ich bin freundlich, nett, aber mit sympathie vorsichtig, zurückhaltend. & betrinke mich dezent, weil das anders gar nicht funktioniert die zeit bis zur abfahrt meiner mitfahrgelegenheit totzuschlagen. dass ich den kater erst am übernächsten tag überwinden würde, hätte ja niemand ahnen können.

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