Freitag, September 23, 2011

hullooo, mr cumberbatch.

ich zähl jetzt mal die serien nicht mit. oder theater. nur filme. benedict cumberbatch? alter schwede...

{via}

amazing grace
atonement
burlesuque fairytales
creation
fields of gold
four lions
hawking
marple: murder is easy
start for 10
stuart: a life backwars
the other boleyn girl
third star
the whistleblower
to kill a king
the hobbit
tinker, tailor, soldier, spy
van gogh: painted with words
war horse
wreckers

zusammen isst man weniger allein.

ich entschuldige mich nur minimal für diesen wortwitz. denn dafür waren die vergangen wochen kulinarisch und was meine gesellschaft dabei angeht einfach zu gut. so, bilder!


{resteessen (1) mit lodde: couscous zu janes wundervoller orangensauce mit zuckerschoten}

{restekochen (2) - & so sieht das aus, wenn lodde & ich mit eigenen lebensmitteln & essensresten noch mal kochen: gebratene süsskartoffeln mit grünem pesto-walnuss-risotto (später + balsamicoessig) zu rotezwiebel-anis-rotwein-sauce. zum nachtisch: hammerguter improvisierter trifle. gott, war das gut!}

{wundervolles ergebnis eines mittelmässigen pilzesammelns mit m: vollkornflammkuchen mit süsskartoffeln, pilzen, walnüssen, karamellisierten roten zwiebeln & pesto aus afrikanischem basilikum}

{wieder einmal plünderten meine schwester & ich das neue sushi-geschäfft in sulz: bento king, wir lieben dich.}

{unterwegs mit meiner sis in kassel: der beste, größte, geilste vegetarische döner, den ich je gegessen habe.}

{ein wundervoller rotwein-gemüse-curry-eintopf(?) mit kartoffeln & neuem wein bei lodde. einfach aber gut.}

{special thursday lunch trinity essen: flammkuchen & neuer wein (nicht im bild^^) mit canapes der besonders schmackatiösen art in sachen belag: tartare d'algues. ich hab noch nie so einen tollen französischen brotbelag gegessen wie diesen hier. wer ein gutes rezept dafür hat oder weiß wo ich hier im süddeutschen algen herkriege: immer her mit den informationen! leckeres aus der bretagne, hm...}

Dienstag, September 20, 2011

tach herr herbst. &? wie geht's so?


nach einem weirden, interessanten aber schönen wochenende auf der autobahn und in kassel merke ich wieder ein paar dinge, wo hier der herbst so allmählich immer sichtbarer eintrudelt in meiner stadt und in meinem leben.

mir fehlen meine türkisen haare jetzt schon wie sau. farblich war das ein toller sommer (braun - dunkelgrün - braun - lila - braun - blond - türkis - hellblau - hellgrün - moosgrün - samtbraun), aber so im moment steht folgender plan fürs haupthaar: wieder lang & dann türkis - so ich es mir denn beruflich erlauben kann - heißt: je nach dem wo ich in zwei, drei jahren bin.
aktion ausmisten muss weitergehen. herbst heißt bei mir immer neuanfang & ich merke mit jedem tag mehr wie mich mein zimmer (also eigentlich all das zeug darin) schon wieder bedrückt. darum ist in einer halben stunde hier in der bib schluss & ich geh nach hause meinen kleiderschrank ausmisten.

academic wankery olé olé! sollte bei all dem vielen schreiben in der bib auch mal wieder mehr für die uni schreiben. es ist nicht das schreiben an sich, was mich fertig macht. nein, nein. es ist der viel zu geringe anteil an akademischem schreiben, das dabei zustande kommt. aber zwei wichtige mails, die ich eben abgeschickt habe, sollten das problem mal beheben.

so, 1107 worte später ist genug mit schreiben für heute. einen wunderschönen restdienstag & schönen herbst,
~m

Montag, September 19, 2011

es wird ernst: leseliste wintersemester 2011/12

hat die letzten drei male so erfolgreich für mich geklappt (hier, da und dort) & darum jetzt hoffentlich erst recht. in beiden fächern staatsexamen, schriftlich und mündlich, dazu noch eine handvoll seminare. jetzt hilft nur tapfer & fleißig sein. daumen drücken. im april 2012 ist hoffentlich alles vorbei. le sigh & weiter im text.

{hausarbeiten altlasten}
baumbach/nünning: an introduction to the study of plays and drama (175 seiten)
eric coble: the dead guy (58 seiten, 2 mal!)


wolfram von eschenbach: parzival (text + übersetzung) (988 seiten)
j. bumke: wolfram von eschenbach (438 seiten)
r. sassenhausen: wolframs von eschenbach "parzival" als entwicklungsroman (473 seiten)
a.m.haas: parzivals tumpheit bei wolfram von eschenbach (362 seiten)


{staatsexamen, schriftlich: deutsch}
schmidt-dengler: ernst jandl, materialienbuch (167 seiten)
ernst jandl: andere augen (+ verstreute gedichte 1) (175 seiten)

ernst jandl: laut & luise (+ verstreute gedichte 2) (231 seiten)
ernst jandl: sprechblase (+ verstreute gedichte 3) (186 seiten)
ernst jandl: der künstliche baum + flöda und der schwan (191 seiten)
ernst jandl: dingfest (+ verstreute gedichte 4) (202 seiten)
ernst jandl: übung mit buben + serienfuss + wischen möchten (201 seiten)
ernst jandl: verstreute gedichte 5 + der versteckte hirte + die bearbeitung der mütze (210 seiten)
ernst jandl: der gelbe hund + selbstporträt des schachspielers als trinkende uhr (304 seiten)
ernst jandl: idyllen + stanzen (285 seiten)
ernst jandl: peter und die kuh + die humanisten + aus der fremde (259 seiten)
ernst jandl: briefe aus dem krieg, 1943 - 1946 (172 seiten)
ernst jandl: autor in gesellschaft - aufsätze und reden (352 seiten)

wolf haas: sprachtheoretisch grundlagen der konkreten poesie (294)
ernst jandl: das öffnen und schließen des mundes: frankfurter poetik dozentur 1985 (131 seiten)
ernst jandl: die schöne kunst des schreibens (93 seiten)

{staatsexamen, mündlich: deutsch}


- romantik -

goethe: die novelle (30 seiten)
kleist: die marquise von o... (46 seiten)
e. t. a. hoffmann: der sandmann (53 seiten)
e. t. a. hoffmann: die elixiere des teufels (349 seiten)
schiller: der geisterseher (196 seiten)
novalis: heinrich von ofterdingen (176 seiten)
novalis: hymnen an die nacht (25 seiten)
tieck: der gestiefelte kater (87 seiten)

gerhard schulz: romantik. geschichte und begriff (143 seiten)
gerhard kaiser: literarische romantik (127 seiten)
detlef kremer: romantische metamorphosen (28 seiten)
lothar pikulik: frühromantik. epoche - werk- wirkung (22 seiten)

stefan ringel: die macht des böse und die gnade gottes in "die elixiere des teufels" (45 seiten)


- literatur & psychiatrie -
(gedichte: 20 seiten) +

döblin: die ermordung einer butterblume (15 seiten)

süsskind: die taube (96 seiten)


michel foucault: wahnsinn und gesellschaft (561 seiten*)

edward shorter: geschichte der psychiatrie (591 seiten*)

georg reuchlein: bürgerliche gesellschaft, psychiatrie und literatur. zur entwicklung der wahnsinnsthematik in der deutschen literatur des späten 18. und frühen 19. jahrhunderts (448 seiten)

alex gellhaus: erinnerung an schwimmende hölderlintürme: paul celan, “tübingen, jänner” (15 seiten)

wolfgang schäffner: die ordnung des wahns: zur poetologie psychiatrischen wissens bei alfred döblin (491 seiten)




- arthur schnitzler -


leutnant gustl (100 seiten)
der mörder (50 seiten)
fräulein else (85 seiten)
die toten schweigen (17 seiten)

reigen
(148 seiten)

der grüne kakadu
(42 seiten)
literatur
(39 seiten)
liebelei (111 seiten)
die frau des weisen (17 seiten)

jacques le rider: arthur schnitzler oder die wiener belle époque (195 seiten)

dagmar lorenz: wiener moderne (169 seiten)
hartmut scheible: arthur schnitzler (127 seiten)


rolf allerdissen: arthur schnitzler: impressionistisches rollenspiel und skeptischer moralismus in seinen erzählungen (31 seiten)

hermann schlösser: gedankenstriche. arthur schnitzlers "reigen" und die kunst der aussparung. (10 seiten)

jenneke a. oosterhoff: die männer sind infam, solang sie männer sind: konstruktionen der männlichkeit in den werken arthur schnitzlers. (98 seiten)

- wolfram von eschenbachs parzival -
wolfram von eschenbach: parzival (text + übersetzung) (988 seiten)
j. bumke: wolfram von eschenbach (438 seiten)

j. bumke: die blutstropfen im schnee (205 seiten)
Brüggen, Elke: Schattenspiele. Beobachtungen zur Erzählkunst in Wolframs 'Parzival'. (17 seiten)
Haas, Alois M.: Parzivals tumpheit bei Wolfram von Eschenbach (362 seiten)
Haug, Walter: Das Literaturtheoretische Konzept Wolframs von Eschenbach: Eine neue Lektüre des 'Parzival'-Prologs. (18 seiten)
Kellner, Beate: Wahrnehmung und Deutung des Heidnischen in Wolframs von Eschenbach 'Parzival' (26 seiten)
Knapp, Fritz Peter: Der Gral zwischen Märchen und Legende (15 seiten)
Lienert, Elisabeth: Zur Diskursität der Gewalt in Wolframs 'Parzival' (23 seiten)
Ridder, Klaus: Narrheit und Heiligkeit. Komik im 'Parzival' Wolframs von Eschenbach (20 seiten)
Ridder, Klaus: Parzivals Gier. Habsucht als Moment kultureller Identitätssuche im Parzivalroman Wolframs von Eschenbach (17 seiten)

- versnovellistik des strickers -
der sticker. (218 seiten)

Coxon, Sebastian: der werlde spot. Kollektives Höhnen und Verlachen in der Kleinepik des Strickers (14 seiten)
Dittmann, Wolfgang: Märendichtung (28 seiten)
Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung (1983) (556 seiten)
Grubenmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos. Eine Geschichte der europäischen Novellistik im Mittelalter: Fabliau - Märe – Novelle.
Grubenmüller, Klaus: Zum Verhältnis von 'Stricker-Märe' und Fabliau (15 seiten)
Haug, Walter: Entwurf zu einer Theorie der mittelalterlichen Kurzerzählung (36 seiten)
Haug, Walter: Die Lust am Widersinn. Chaos und Komik in der mittelalterlichen Kurzerzählung (9 seiten)
Moelleken, Wolfgang Wilfried (hrsg.). Liebe und Ehe: Lehrgedichte von dem Stricker (71 seiten)
Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik. Überlegungen am Beispiel der Werke des Strickers (23 seiten)
Vogt, Dieter: Ritterbild und Ritterlehre in der lehrhaften Kleindichtung des Strickers und im sog. Seifried Helbling (9 seiten)



- getrennt- & zusammenschreibung -
Becker & Peschel: "Wir bitten Sie das nicht misszugeneralisieren". Sprachverhalten in
grammatischen Zweifelsfällen am Beispiel trennbarer und nicht-trennbarer Verben. In:
Linguistik Online: http://www.linguistik-online.de/16_03/beckerPeschel.html (2000) (16 seiten)

Ursula Bredel & Hartmut Günther: Quer über das Feld das Kopfadjunkt. Bemerkungen
zu Peter Gallmanns Aufsatz Wortbegriff und Nomen-Verb-Verbindungen (7 seiten)

Nanna Fuhrhop: Orthografie (2009). Darin: Kapitel 7 (Getrennt- &
Zusammenschreibung: der Kernbereich) und Kapitel 8 ( Getrennt- &
Zusammenschreibung: die Zweifelsfälle) (28 seiten)

Peter Gallmann: Wortbegriff und Nomen-Verb-Verbindungen (1999)
in Zeitschrift für Sprachwissenschaft (35 seiten)

Karin Pittner: Radfahren vs. Rad fahren: Trennbaare Verben und parallele syntaktische
Strukturen (1998) (9 seiten)



- sprechakte -
Austin, John L.: Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words). (219 seiten)

Austin, John L.: Performative Äußerungen. (13 seiten)

Harnish, Robert M.: Speech acts and intentionality. (24 seiten)

Meibauer, Jörg: Pragmatik. Eine Einführung. Tübingen 2001. Darin: Kapitel 7,
Sprechakt, und Kapitel 8, Indirektheit. (33 seiten)


Searle, John R.: Speech Acts. Cambridge 1969. (124 seiten)




{staatsexamen, schriftlich: englisch}
tom stoppard: the real inspector hound+ after magritte + dogg's hamlet, cahoot's macbeth (211 seiten)
tom stoppard: travesties (71 seiten)
tom stoppard: arcadia (97 seiten)
a. müller-muth: repräsentationen : eine studie des intertextuellen und intermedialen spiels von tom stoppards "arcadia" (331 seiten)
blüggel: tom stoppard - metadrama und postmodern (244 seiten)



{staatsexamen, mündlich: englisch}

- shakespeare's accidental villains -
shakespeare: othello (332 seiten)
shakespeare: macbeth (166 seiten)



- romanticism -
christoph reinfandt: englische romantik : eine einführung (221 seiten)

Washington Irving: Rip Van Winkle (15 seiten)
Washington Irving: The Legend of Sleepy Hollow (26 seiten)
Nathaniel Hawthorne: Young Goodman Brown (13 seiten)
Edgar Allen Poe: The Tell-Tale Heart (3 seiten)
Charlotte Perkins Gilman: The Yellow Wallpaper (64 seiten)

Clara Reeve: The Old English Baron: A Gothic Story (166 seiten)
Mary Shelley: Frankenstein; or: The Modern Prometheus. (352 seiten)

Lord Byron: Manfred (64 seiten)



- american confessional poetry -
Alan Ginsberg: Howl
Robert Lowell: Waking in the Blue
Robert Lowell: Home After Three Months Away
John Berryman: Dream Song 76: Henry's Confession
Sylvia Plath: Lady Lazarus
Sylvia Plath: Ariel
Anne Sexton: Consoroting With Angels
Anne Sexton: Wanting To Die
(14 seiten)



- graphic novels -

craig thompsom: blankets (582 seiten)
alan moore & david lloyd: v for vendetta (288 seiten)
daniel clowes: ghost world (80 seiten)
art spiegelman: maus I + II (296 seiten)

douglas wolk: reading comics – how graphic novels work and what they mean (405 seiten)
scott maccloud: understanding comics (215 seiten)


- Development of the English Language -
Pyles, Thomas & John Algeo (1993) The Origins and Development of the English
Language. Chapters 5-8. (180 seiten)


van Gelderen, Elly (2006) A History of the English Language. (334 seiten)

Fischer, Olga, van Kemenade, Ans, Koopman, Wilhelm and van der Wurff, Wim (2000)
The Syntax of Early English. Chapters 1-3. (104 seiten)



- BE vs AE -
Trudgill, Peter & Jean Hannah (1985) International English: A Guide to Varieties of
Standard English. chapters 2-4. (94 seiten)


Dretzke, Burkhard (1998) Modern British and American Pronounciation. (247 seiten)


- presupposition -
Heim, Irene & Angelika Kratzer (1998) Semantics in Generative Grammar. (324 seiten)

Horn, Laurence (1996) “Presupposition and Implicature.” (87 seiten)


- structural differences between German and English -
Beck, Sigrid (2006) Structural Differences between English and German. Ms.
Universität Tübingen. (50 seiten)


Haegeman, Liliane & Jacqueline Guéron (1999) English Grammar: A generative
perspective. (688 seiten)


Reis, Marga (2001) Bilden Modalverben im Deutschen eine syntaktische Klasse? (31 seiten)

Sternefeld, Wolfgang (2006) Syntax. Eine morphologisch motivierte generative
Beschreibung des Deutschen. Tübingen: Stauffenberg. Esp. chapter IV. (79 seiten)





{privates lesevergnügen}
margaret atwood: oryx and crake (436 seiten)
f.ch. delius: die frau, für die ich den computer erfand (283 seiten)
noah gordon: der medicus von sargossa (502 seiten)
ari folman & david polonsky: waltz with bashir (121 seiten)
marc-uwe kling: das känguru-manifest (296 seiten)
sándor márai: die glut (224 seiten)


21542 /21879 seiten

Mittwoch, September 14, 2011

raus aus meinem kopf, mr williams!

save me from drowning in the sea/ beat me up on the beach/ what a lovely holiday/ there's nothing funny left to say / this sombre song would drain the sun/ but it won't shine until it's sung/ no water running in the stream/ the saddest place we've ever seen/ everything i touched was golden/ everything i loved got broken/ on the road to mandalay/ every mistake i've ever made/ has been rehashed and then replayed/ as i got lost along the way/ there's nothing left for you to give/ the truth is all that you're left with/ twenty paces then at dawn/ we will die and be reborn/ i like to sleep beneath the trees/ have the universe at one with me/ look down the barrel of a gun/ and feel the moon replace the sun/ everything we've ever stolen/ has been lost returned or broken/ no more dragons left to slay/ every mistake i've ever made/ has been rehashed and then replayed/ as I got lost along the way/ save me from drowning in the sea/ beat me up on the beach/ what a lovely holiday/ there's nothing funny left to say.


(road to mandalay, r.williams)

herzschriftlose.



sie zog das schutzpapier von der klebefläche ab, drückte mir das nasse, kalte kontaktgel mitsamt der klebefläche links und rechts auf die schlüsselbeine, zwei weitere an meinen brustkorb, eins weiter oben als das andere. hier ein kabel, klack!, da ein kabel, klack! da noch zwei. noch ans ladegerät angeschlossen, fertig. mit einem klick! eingeschaltet, dann stille. nichts. kein blinken & kein piepen. nichts. oh, sagt sie & schaut mich groß an. klick klick! aus & noch mal an. aber wieder: nichts. sie fluchte murmelnd vor sich in, entschuldigte sich für die umstände und verließ den raum, während ich weiter auf dem stuhl saß, kabel an mir baumelnd. im flur hörte ich stimmen, rascheln, mehr fluchen. ich sah den raum wieder von oben bis unten an, sah die vielen ordner mit alten aufzeichnungen, fragebögen & studienberichten. kurze zeit später kam sie wieder, zwei andere geräte in der hand, ein paar zusätzliche kabel in der anderen. sie entfernte das erste gerät, legte es beiseite auf einen schreibtisch & schloß zuversichtlich das nächste gerät an. selbes prozedere. doch wieder: nichts. das kann doch nicht sein, sagte sie. drittes gerät. das selbe spiel von vorne. mit dem selben ergebnis: herzschriftlosigkeit. unmöglich, murmelte sie & rief einen kollegen ins zimmer. er probierte auch alle drei geräte. an sich & der jungen frau vor mir, er schloß die drei geräte an den computer an, alles einwandfrei, alle daten einsehbar. sie hatten beide einen herzschlag, ihre herzmuskelfasern arbeiteten anständig, ihre herzen klopften brav im takt. sie tauschten beunruhigt stumme blicke aus. probiern wa jetzt einfach in ruhe nochma, nuschelte er & nahm seiner kollegin das ekg ab, schloss es mir neu an & sagte nichts dabei. sie sagte auch nichts. die junge ärztin und ihr kollege wirkten furchtbar angespannt. ich gab der technik die schuld & wurde nervös. kann nicht sein, dachte ich. oder war wirklich etwas mit mir nicht in ordnung? ich saß hier, atmete ein, atmete aus, roch, sah & hörte meine umgebung, fühlte den stuhl unter mir & auch das sonnelicht, das zum fenster hereinfiel, auf mir. wie es sich gehört. er schaltete das kleine graue gerät erneut ein. kein blinken, kein piepen. er legte seine stirn in falten, nahm meinen linken unterarm und suchte nach einem puls. einen puls, dessen quelle schon für das ekg nicht auffindbar war. es tut mir leid, sagte er. sie haben offenbar kein herz. er ließ mein handgelenk fallen. ich seufzte, zog die kabel & die klebeflächen von meiner haut. aber einen anderen spezialisten sollten sie vielleicht dennoch aufsuchen, sagte sie unsicher & reichte mir ein papiertuch, mit dem ich das gel von meinen schlüsselbeinen & meinem burstkorb wischen konnte. sie wissen schon - nur um sicher zu gehen. ich hielt inne & sah sie vorwurfsvoll an. keinen puls, kein herzrhythmus, nicht ein kleines bisschen beat - nichts. also bitte. & der will ein profi sein? meine blicke sprachen für sich. aber woher sollten die beiden denn wissen, dass sie nicht die ersten waren, die das bei mir bemerkt hatten? sie sagten nichts mehr, als ich mein hemd zurechtzog & mit den schultern zuckte. danke, sagte ich & nahm beim aufstehen meine tasche vom boden. ohne herzspannungskurve verließ ich den raum & sagte erklärt einiges & einen schönen tag noch, als ich die tür hinter mir zuzog & zwei ratlos blickende menschen mit einem verhältnismässig normalem herzrhythmus zurückließ. verhältnismässig normal für jemanden, der gerade einen herzschriftlosen hat laufen & reden sehen. ans leben ohne herz würde ich mich schon gewöhnen - an die verängstigt ratlosen blicke anderer menschen aber nie.

Dienstag, September 13, 2011

schlaflos in tubinga.



date mit ernst jandl, meiner panik & herrn vollmond. aber mit guter musikalischer begleitung - immerhin.

Mittwoch, September 07, 2011

gemüsestew mit seitan & äpfeln. & elefanten.


nach einem hammer brunch gestern in guter gesellschaft gekocht & für ausbaufähig aber gut befunden: vegetable stew with seitan and apples. vegan ist im herbst irgendwie sehr einfach & verlockend. & ich kann btw wahrscheinlich nicht mal annährend in worte fassen, wie sehr ich mich jetzt gerade auf die kürbissaison freue. guten tag, herr herbst!

essen? manchmal.

{tomaten-minz-salat}

{mais, kartoffeln, gemüse-quiche. danke, charlotte!}

{schöne blumensträuße, die ich zu schätzen & zu lieben weiß. danke, jona!}

{nicht so schön anzusehen, aber die beste vegane lasagne aller zeiten. wer braucht käse, wenn er so eine geile sache mit gemüse, spinat & zitronen haben kann. oh gott, zum reinlegen! danke, bambi!}

{sushi mampfen mit der schwester. wow.}

in den letzten wochen & monaten? wirklich nicht viel, vieles nicht einmal fotografierbar (danke, liebe studiengebühren!)
aber es war ja nicht alles schlecht. ich hatte sehr sehr nette gesellschaft beim kochen & essen. freunde sind was wundervolles. egal ob sie für einen oder mit einem kochen, einem den besten blumenstrauß der welt (aka gemüse) schenken, einen ausführen, das größte und beste picknick in ganz tübingen auf die beine stellen oder mit einem hungern. dankeschön, ihr lieben!

und dein wochenende so? - ach das übliche. alkohol, kunst, konzert, polizei, bbq, hochzeit, mehr alkohol. &du?

{kunst @ sommeratelier gleich zeit, shedhalle tübingen}



{konzerte @ shedhalle tübingen: sebastian rodeit trio, crowd & ruben, 12null2}



{hochzeit zweier toller menschen. ungewöhnlich, aber schön.}

Donnerstag, September 01, 2011

das letzte wort.




ritsch! ratsch! und ab in den müll. ungelesen. halt, nein. bessere idee. das letzte wort, das habe nämlich immer ich. dumme angewohnheit von mir. wie das zu nett sein, zu freundlich sein, zu konsequent sein.

es gab sicherlich 73624 gute gründe für diese entscheidung. und ich hätte jede einzelne akzeptiert, unhinterfragt. aber zu einem früheren zeitpunkt. dass diese entscheidung erst so spät gefallen ist, lässt bei mir nur drei schlüsse zu.

a) opportunismus

b) feigheit

c) sozialinkompetenz


keine davon ist gut oder entschuldbar bei dieser art von umgang mit freunden. darum ritsch! ratsch! weg damit, ungeöffnet. das letzte wort habe also ich. nämlich “hansi, ist es ok, wenn ich kurz den grill benütze? ich muss hier mal kurz was abfackeln.”