Sonntag, November 13, 2011

ein ♥ für gemüse. auch das seltsame.

hallo ihr lieben. bevor ich mich mit einem riesen berg wien fotos zurück melde, mal wieder etwas kulinarisches. etwas mutiges. etwas, das mich viel zeit & überwindung gekostet hat. etwas, das ich schon viel früher hätte ausprobieren sollen. rosenkohl.

furchtbar, werden jetzt einige denken. & ich muss aufrichtig gestehen, dass ich von haus aus auch keine guten erinnerungen an diese kleinen knubbel habe. bei meiner mutter schmeckten sie fürchterlich. weich, lätschig, bitter, immer gleich & langweilig. auch außerhalb meines elternhauses machte ich nie positive erfahrungen mit diesem seltsamen gemüse. ich mag die meisten kohlsorten inzwischen sehr gerne - so denn richtig zubereitet. vor einiger zeit schon schenkte ich meiner mutter und mir aber ein buch der besonderen art: krebszellen mögen keine himbeeren - das kochbuch. neben einem ernährungswissenschaftlichen teil gibt es auch anwendungsmöglichkeiten, die mir bei anderen büchern oft fehlen. und es handelt sich hier um ganz wunderbare rezepte. alles, was ich bisher daraus gekocht oder probiert habe: wunderbar. sogar die kohlrezepte klangen allesamt bezaubernd. seitdem ich mit diesem buch arbeite, tänzle ich jedes mal beim anblick von gemüse um den rosenkohl herum & traue mich nicht so recht. immer wieder und wieder. letzte woche war ich dann bei einem kleinen netz doch endlich mal impulsiv & kaufte es. und was gekauft wird, das wird auch zubereitet. und was soll ich sagen? es war herrlich. es hatte nichts mit dem verkochten, bitteren zeug zu tun, das ich von den "du isst das gefälligst auf!" tagen aus der kindheit kannte. nichts! gut, ich hatte in der endphase beim backen etwas geändert, als mir die röschen noch nicht durch genug waren, aber ansonsten bin ich sehr angetan von der grundidee.
ich war sehr begeistert & angetan, auch monsieur (ein sonst nicht sehr großer kohlfan), fand es köstlich. ich berichtete auf fb schon von diesem mutigen, probierenswerten erlebnis - bekam aber von den üblichen banausen blödsinn zu hören. ich meine diese empfehlung aber durchaus ernst. liebe kochwütige, neugierige skeptiker & gemüsefreunde: gebt diesem saisonalen gemüse eine chance!

{karamelisierter kurkuma-rosenkohl mit reis & würziger rotebeetesauce}

Kommentare:

Diandra hat gesagt…

Seit ich von zuhause ausgezogen bin, habe ich eine Menge über Gemüse gelernt - über Sorten, die ich nicht kannte, genau so wie über Dinge, die ich nicht mochte. Ich ahbe mir angewöhnt, alles immer mal wieder zu probieren und zu gucken, ob mein geschmackssinn nicht auch irgendwann erwachsen wird, und für einige Dinge (z.B. Brokkoli) hat das tatsächlich funktioniert. Für Rosenkohl kann ich mich immer noch nicht begeistern, aber ich bleibe am Ball... und das Buch gucke ich mir gleich mal an, danke für den Tipp!

martini hat gesagt…

bei bedarf & wunsch kann ich auch mal mein abgeändertes rezept posten.