Montag, Februar 04, 2013

2/30: "das erwachsensein bitte vorne an der garderobe abgeben. danke."




"trauen wir uns anzuklopfseln?", fragte tofsla. "was ist wenn jemand rauskommselt und schreiselt?"
im selben augenblick streckte die muminmutter den kopf zum fenster heraus und schrie: "kaffee!"

ich verkrieche mich. in meinem zimmer, in mein bett, zwischen buchdeckel. ich bin nicht mehr gänzlich von der außenwelt und meinen freunden in sonstwo abgeschnitten, so webmässig, aber dennoch eingeschränkt. mir ist das nicht ganz unrecht, denn bei all diesem unschönen zustand in den eigenen vier wänden brauche und will ich meine ruhe haben. jeden tag die woche früh raus, den ganzen tag über korrekt, aufmerksam, kollegial, erwachsen und seriös sein. uff. in bücherwelten fliehen scheint mir da nicht das schlimmste zu sein, was ich tun könnte. und wenn ich den restlichen tag schon immer erwachsen sein muss, dann will ich mich wenigstens abends in kinderwelten zurückziehen. einfache sätze, schöne welten, fallen lassen in unbeschwerte kindheitserinnerungen.

im moment lese ich mich zusammen mit dem krokodil durch tove janssons kleine welt der trolle und habe bereits das dritte buch aus der stadtbibliothek angefangen, drei weitere warten auf meinem nachtschränkchen. wenn ich ein dvd-laufwerk hätte, würde ich mir die zeichentrickserie auch noch einmal komplett anschauen. denn mit der verbinde ich viele kindheits- und meine ersten fernseherinnerungen. also neben der gummibärenbande, grisu dem kleinen drachen und den duck tales.

es sind nicht nur diese schönen, angenehmen zeilen, die ich sehr gerne lese. es ist so eine kleine sehnsucht nach den unbeschwerten momenten der kindheit. andere menschen bringen in meinem alter kinder auf die welt, ich fliehe zurück in meine eigene kindheit.

1 Kommentar:

DrNI hat gesagt…

Wir sind nun eben in dem Alter, in dem alle ihre eigene Familie aufmachen. Sie nehmen Teil an der möglichst unbeschwerten Kinderwelt, nämlich an der ihrer eigenen Kinder. Oder sie schaffen dem Kind und damit sich selbst auch wieder diese Welt. Man könnte es "Schutzraum Familie" nennen. Etwas, das auf einmal verständlicher wird, wenn man den Schutzraum Studium verlassen hat und ganz auf eigenen Beinen stehen muss.

Das Thema ist nicht gerade neu, mit meiner Kapelle covern wir einen großen Song dazu: https://www.youtube.com/watch?v=J1JpX70C7Xk